Zum „Beethoven-Jahr“: Totenmasken von Danhauser bis Camillo Kurtz

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Das „Beethoven-Jahr“ 2020 wird international aus Anlass des 250. Geburtstages des Komponisten Ludwig van Beethoven (1770-1827) mit Konzerten und Aufführungen gefeiert.

Diese Totenmaske kann mit Sicherheit dem Gleisdorfer Künstler Camillo Kurtz (1896-1973) zugeschrieben werden. Eine Signatur ist nicht darauf zu finden, doch Art und Farbe der Glasur sind typisch für seine Arbeiten.

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Das Original stammt von dem früh verstorbenen österreichischen Maler und Grafiker Josef Franz Danhauser (1805-1845, Wien). 1827 nahm er dem verstorbenen Ludwig van Beethoven die Totenmaske ab, die heute im Beethoven-Haus Bonn aufbewahrt wird. Danhauser schuf auch eine Ölskizze und eine Zeichnung des Komponisten, die als Lithographie umgesetzt wurde.

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Ludwig van Beethoven starb am Nachmittag des 26. März 1827 nach längerer Krankheit in seiner Wohnung im „Schwarzspanierhaus“ in Wien. Als der junge Künstler Josef Danhauser vom Tod des von ihm sehr verehrten Komponisten erfuhr, wandte er sich sofort an Beethovens Freund Stephan von Breuning und bat darum, Beethoven die Totenmaske abnehmen zu dürfen. Breuning entsprach dieser Bitte auch, und Danhauser erhielt die Möglichkeit, die Abformung in Beethovens Wohnung vorzunehmen.

Nach dem heutigen Kenntnisstand sei es am wahrscheinlichsten, daß sich Josef Danhauser und sein Bruder Carl bereits wenige Stunden nach Beethovens Ableben frühmorgens ins „Schwarzspanierhaus“ begaben und dort die Totenmaske anfertigten. Bei dieser Prozedur entstand ein Negativ von Beethovens Gesicht, das heute nicht mehr erhalten ist. Später goß Danhauser diese Negativ-Form mit Gips aus und erhielt so ein Positiv, das man heute als „Totenmaske“ bezeichnet. (S.B.)

Links: Privatpostkarte Deutsches Reich mit Beethovens Geburts- und Sterbehaus; rechts: Österreich Ausgabe Komponisten 1922 in seltener Zähnung.


Quelle:

Beethoven-Haus Bonn

Gedicht „Beethovens Totenmaske“

Sendung BR-Klassik

Georg Haberler – Sonderpostmarke Moderne Kunst 2020

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Mit einem Bild des Grazer Künstlers Georg Haberler führt die Post Austria ihre Serie „Junge Kunst in Österreich“ am 28. Jänner 2020 fort.

Das Briefmarken-Forum.com berichtet über die Neuerscheinung:

Das Spiel mit dem Licht
Die diesjährige Sondermarke aus der Serie „Junge Kunst in Österreich“ zeigt ein farbintensives, großformatiges Werk ohne Titel aus dem Jahr 2019 von Georg Haberler. Es erinnert ein wenig an einen Blick durch den Vorhang eines Fensters: Der Hintergrund schimmert durch das feine Siebdruckgewebe und verändert die Wahrnehmung der davor liegenden Malerei – er rückt damit weiter „in den Vordergrund“. Gleichzeitig wirft aber auch das durch den dünnen Stoff einfallende Licht die Farben an die dahinter liegende Wand und macht diese so zu einem Teil des Kunstwerks. Der Keilrahmen des Bildes wird ebenfalls zum gestalterischen Element, indem er durch das transparente Material erkennbar ist. Für die Malerei werden hochpigmentierte Acrylfarben verwendet, hier vor allem Pink- und Blautöne.

Der Künstler
Georg Haberler, 1985 in Graz geboren, studierte nach einer Ausbildung zum Informatiker in Graz Architektur. Ab 2010 absolvierte er in seiner Wahlheimat Wien ein Studium bei Erwin Bohatsch an der Akademie der bildenden Künste. Studien in Porto und in Hamburg bei Anselm Reyle und Gregor Hildebrandt folgten. Maßgeblich ist für den Künstler, dass er bei der Malerei – anders als etwa bei der Architektur – den gesamten Entstehungsprozess kontrollieren und zur Gänze selbst abwickeln kann. Großen Wert legt er bei seinen Arbeiten auf die manuellen Prozesse und Fertigkeiten, die Kunst mit Handwerk verbinden. Typographie und das Spiel mit Worten sind ein weiterer wichtiger Aspekt in Georg Haberlers Kunst: … Wörter werden greifbar, aber sie sind rätselhaft. Sie geben keine Antworten, sondern werden zu Fragen. Kunstwerke mit Spiegelungen auf lackiertem Metall oder ein graviertes „Handy“, das nicht nur den Benutzer spiegelt, sondern auch als Druckplatte dient, reflektieren wiederum Haberlers technische Ausbildung.
Das 1,8 mal 1 Meter große Werk, das der Briefmarke zugrunde liegt, ist Teil einer Serie, die 2019 in Berlin ausgestellt war.

Postpreis: 0,80 Euro
Markengröße: 34,50 x 50,00 mm
Auflage: 230.000

Fröhliche Weihnachten!

Mit den besten Wünschen für schöne Stunden und freudevolle Feiertage an alle Familienmitglieder, Freunde und Besucher unserer Seiten!

Weihnachtskarte von Cora Lauzil,
verschickt am 22.XII.192
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Seit zwei Jahrhunderten begleitet das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ von Franz Xaver Gruber und Joseph Mohr das Weihnachtsfest und hat sich um die ganze Welt verbreitet.

Ausgabe 1987 ungezähnt

https://de.wikipedia.org/wiki/Stille_Nacht,_heilige_Nacht
Die Geschichte von „Stille Nacht“ (Wikipedia)

Mit dem seltenen Sonderstempel Christkindl 1950

Féerique, farfelu, curieux – Ausstellung „Les Talismans de Lisa“

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Lisa Burzan-Kurtz hat die Ausstellung ihrer Talismane in der Mediathèque in Seissan, Gers / Frankreich mit erfreulicher Resonanz von Publikum und Presse eröffnet. Noch bis zum Jahresende sind die Exemplare während der Öffnungszeiten zu besichtigen. Für 2020 steht eine Sommerausstellung in der Chapelle de Castelnau-Barbarens auf dem Programm.

Die Tageszeitung La Depeche berichtete am 12.12.2019:

Exposition prestigieuse de Lisa Burzan à la médiathèque

Lisa Burzan, professeur de gym douce et somato-relaxologue, a toujours eu plaisir à être créative. Depuis 2 ans, cette créativité s’exprime par ses curieux bijoux pendentifs qu’elle appelle „Les talismans“. Car au-delà du simple bijou, chacun de ces porte-bonheur a son caractère propre et émane une énergie particulière. Lors de la création, Lisa entre dans le kaléidoscope de la créativité imaginative et se laisse guider par son intuition. Au gré des inspirations, ses yeux et ses mains choisissent sur la grande table de travail de son atelier, couvert de perles et pierres semi-précieuses, de pièce de laiton, fil de fer, plumes, bout de bois, coquillages, grains, des boucles d’oreilles esseulées… et font naître un talisman.

Ce talisman unique peut être soit porté en bijoux, ou encore on peut le placer dans un endroit choisi de la maison pour l’harmoniser. Féerique, farfelu, curieux, peut-être une bonne idée de cadeau de Noël ! Une exposition faite d’un très grand goût, ce qui lui ressemble.

A découvrir à la médiathèque de Seissan tout le mois de décembre aux horaires d’ouverture : mercredi de 9 h à 12 h et de 14 h à 18 h ; jeudi de 9 h à 12 h, le vendredi de 9 h à 13 h ainsi que le samedi pendant tout le mois de décembre.

ExpositionsSeissanGers

Der Beitrag von „Le journal du Gers“ ist derzeit online abrufbar:

https://lejournaldugers.fr/article/39476-les-talismans-de-lisa-burzan-a-la-mediatheque

„Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“ – Eine Galerie auf www.Kunst-Sammlung.at

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Mit einem Zitat von Pablo Picasso führt Dr. Alfred Seebacher – ein direkter Verwandter der Kurtz-Familie – durch seine großartig gelungene Internet-Präsenz, die Beispiele seiner bedeutenden Kunst-Kollektion vereint.

Mit diesem Panorama der Kunstgeschichte vom 19. Jahrhundert bis zur Moderne und Gegenwart wurde mit Unterstützung von Christoph Seebacher eine angemessene Online-Galerie für diese facettenreiche Sammlung geschaffen.

„KUNST WÄSCHT DEN STAUB DES ALLTAGS VON DER SEELE.“

Pablo Picasso

Der Link zur Webseite lautet :
https://kunst-sammlung.at/

Beispielhafte Werke aus der Sammlung von Dr. Alfred Seebacher waren bereits in verschiedenen Ausstellungen in Linz zu sehen.
Galerie

Per Postkarte grüßt man seit 150 Jahren: Mehr als Worte

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Die erste Postkarte der Welt

Die erste offen verschickte „Correspondenz-Karte“ der Welt ging am 1. Oktober 1869 von Perg bei Linz auf die Reise nach Kirchdorf. Sie diente der Abstimmung eines geplanten Besuchs. Das Original ist in der Schatzkammer des Museums für Kommunikation Berlin zu sehen. (Bild: MfK)

Zum 150. Geburtstag der Postkarte in Österreich-Ungarn im Oktober 2019 grüßt das Museum für Kommunikation in Berlin mit einer Sonderausstellung, die bis zum 5. Januar 2020 im renovierten ehemaligen Reichspostmuseum läuft.

Vor ihrer offiziellen Einführung am 1. Oktober 1869 noch als „unanständige Form der Mitteilung auf offenem Postblatt“ kritisiert, traf die Postkarte den Nerv der Zeit, denn sie erfüllte ein Bedürfnis nach vereinfachtem und raschem Informationsaustausch.  Bald ergänzten Bildmotive die Mitteilung, schmückten sie aus oder nahmen ihren Platz ein. Die neue Produkt- und Service-Idee wurde schnell zum Erfolg und verbreitete sich rund um den Globus. Allein in drei Monaten des Jahres 1869 verkaufte die österreichische Postverwaltung drei Millionen Karten.

Zum 150-jährigen Jubiläum beleuchtet die Kabinettausstellung „Mehr als Worte. 150 Jahre Postkartengrüße“ die Geschichte von Entstehung, Entwicklung und Vielfalt eines Mediums als Spiegel der Gesellschaft. Mehr als 500 Postkarten spannen den Bogen von den Vorläufern und der Hochzeit der Postkarte im Kaiserreich über Feldpostkarten, Kunstpostkarten, Propagandakarten, Postkarten in Ost und West bis zur digitalen Postkarte und Postcrossing. Welche Bedeutung die Postkarte in Zeiten von WhatsApp und Co. noch hat, zeigen Interviews mit Berliner Passant*innen.

Im Fokus stehen außerdem die Praktik des Sammelns sowie ganz besondere Stücke aus der Sammlung der Museumsstiftung Post- und Telekommunikation. Diese besitzt mit über 200.000 Exemplaren eine der größten Postkartensammlungen Deutschlands.

Ein Sonderstempel zur Ausstellung ist seit dem 20. August 2019 erhältlich bei Deutsche Post AG, Niederlassung Brief Berlin 1, Sonderstempelstelle, 11508 Berlin (Stempelnummer 16/188).

Wer die Ausstellung im Internet besuchen will, findet vertiefende Informationen, multimediale Inhalte und vieles mehr über diesen Link:
www.ausstellung-postkarte.de/

Mehr zur Entwicklung der „Gelblinge“, die die ersten Postkarten wegen ihres gelb eingedruckten Briefmarken-Wertstempels genannt wurden, berichtet die Michel-Katalogredaktion auf ihren Seiten: www.briefmarken.de/briefmarken-sammeln/neuigkeiten/2080-eine-philatelistische-erfolgsgeschichte-150-jahre-postkarte

mb / Presse-Infos

Selbstporträt Arthur Kurtz von 1892

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Wieder einmal ist ein bisher nicht registriertes Gemälde von Arthur Kurtz (1860-1917) wiederentdeckt worden!

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Es handelt sich um eines der wenigen bekannten Selbstporträts des bedeutenden Künstlers aus der Steiermark. Unter der Signatur ist die Ölskizze auf das Jahr 1892 datiert, als er etwa 32 Jahre alt gewesen sein muss.

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Interessant ist ein Zettel, der auf der Rückseite des Bildes befestigt war. Handschriftlich wurde darauf vermerkt:
„Das Selbstportrait des
Meisters von ihm selbst am
29. Oktober 1892 zum Geschenk
erhalten.
3.11.1892
(Schicher Mia?)

Wien
Arthur Kurtz“

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Inzwischen befindet sich das Werk in der Privatsammlung eines Mitglieds der Kurtz-Familie. Wer wohl die Dame war, die einst dieses Präsent erhielt?

Wörschacher Geschichten – aber das Fernweh war stärker

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Wir freuen uns, eine neue Publikation aus der Kurtz-Familie ankündigen zu können, geschrieben und illustriert von Elisabeth Kurtz-Steinhoff.

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Elisabeth Kurtz wurde im Oktober 1940 in Gleisdorf als mittleres von sieben Kindern des Künstlers Camillo Kurtz und seiner Frau Sofie Kurtz geboren. Ihre Kinderzeit verbrachte sie vorwiegend bei Verwandten in Wörschach im Ennstal. Nach Abschluss von drei Lehrjahren in der Buch- und Papierhandlung ihrer Tante Luise Kurtz wanderte sie mit ihrem Bruder Camillo am 1. April 1959 erstmals nach Australien aus und kehrte 1962 nach Gleisdorf zurück. Es folgten zwei Jahre in Rom, um Italienisch zu lernen.

Eine Stelle in der Universitätsbuchhandlung brachte sie nach Pretoria, Südafrika, wo sie auch ihren Mann Rolf Steinhoff kennenlernte. Nach der Hochzeit in Göttingen zog das Paar nach Sydney in Australien und bekam zwei Söhne. Heute lebt Elisabeth Kurtz-Steinhoff in den Blue Mountains in der Nähe von Sydney. Sie hat viele Geschichten geschrieben und illustriert, für die Mary McKillop Mission Bücher für Schulkinder in Ost-Timor und Kinder der Aborigines im Nordterritorium illustriert.

Aus Kindertagen im Ennstal

Anfang des Jahres 2000 besuchte Elisabeth Kurtz ihre Cousine Siegfriede (Friedl) Steinhuber geb. Vasold. Im Handgepäck führte sie die „Wörschacher Geschichten“ mit, die nun dank der Initiative von Gerhard Steinhuber zur Veröffentlichung anstehen:

„Diese liebevollen Zeichnungen und Erzählungen mit Tiefgang führen uns in die Nachkriegszeit in das Ennstal. Das Elternhaus meiner Mutter Siegfriede war das Kaufhaus Vasold mit Manufaktur (Textilien und Stoffe) und Spezerei (Lebensmittel). Der kindliche Blick bringt die Unbeschwertheit, Freuden und Ängste eines heranwachsenden Volksschulkindes. Natürlich war sie traurig, weil ihre Mutter nicht mehr da war. Obwohl sich meine Mutter Friedl und Cousine Elly lieb um sie gekümmert haben, hatte sie zeitweise großes Heimweh nach Gleisdorf. Eine große Leistung von Elisabeth Kurtz, die mit großer Kunst detailgetreu und wunderbarer Einfühlsamkeit das Werk aus dem Gedächtnis gestaltet hat.“

Gerhard Steinhuber,
Bad Aussee, 2019

Wörschacher Geschichten

Herausgeber: Gerhard Steinhuber
Autor: Elisabeth Kurtz
Umschlaggestaltung: Anna Steinhuber

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POP 1900–2000: Populäre Musik in der Steiermark

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Bis zum 26. Jänner 2020 läuft eine interessante Ausstellung in Graz:
POP 1900–2000 nimmt sich populäre Musik in der Steiermark im 20. Jahrhundert zum Thema. Im Fokus stehen dabei steirische Protagonistinnen und Protagonisten sowie Bands, ihre Musik und Orte ihrer Aufführungen, Lebensstile und Lebenswelten, „beleuchtet im Wechselspiel und Kontext einer (steirischen) Zeit- und Mediengeschichte sowie Alltagskultur.“

Wer waren die steirischen „Popstars“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts? Was haben die Comedian Harmonists mit der Steiermark zu tun? Welche Musikgruppe aus Gradenberg deklassierte in der österreichischen Hitparade einst sogar Elvis Presley? Und: Was war die steirische Antwort auf Woodstock?

Die Ausstellung gibt damit Einblicke in das steirische Musikschaffen im Bereich der sogenannten „U-Musik“, sie schafft Brücken zwischen kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen, legt den Fokus auch auf weniger Bekanntes oder mitunter Vergessenes und berührt ein ganzes Ensemble an Musikgattungen. Erzählt wird dies anhand einer Vielzahl an Fotografien, Film- und Videoaufnahmen, anhand technischer Geräte bzw. medienhistorischer Artefakte, anhand der Musik und mithilfe der Menschen, die sie „gemacht“ haben.

Aus der Frühzeit stammen sogenannte „Tonbilder“ – eine Vorform der späteren Musikvideos: Musiker/innen sangen vor der Kamera lippensynchron zu einer Schellackaufnahme. Diese wurde dann gemeinsam mit dem projizierten Film im Kino gezeigt. Weltweit sind nur sehr wenige Tonbilder in Bild und Ton überliefert. Eine kleine Sensation ist deswegen ein erhaltenes Tonbild aus der Zeit um 1908 – ein Filmdokument aus der Sammlung des Filmarchiv Austria: Zu sehen und zu hören ist Mirzl Hofer, eine preisgekrönte Jodlerin aus Graz, die auf verschiedenen Bühnen sowohl in Österreich als auch im Ausland das Publikum begeisterte. Es zeigt eine Inszenierung des »Steinklopfer-Marsches« mit Mirzl Hofer als Protagonistin sowie vier weiteren NebendarstellerInnen. In der 2019 durch das Filmarchiv Austria ausgeführten Restaurierung wurde deren hauseigene Filmquelle des »Steinklopfer-Marsches« mit einer Schallplatte aus der Sammlung Familie Wegscheidler kombiniert.

Museum für Geschichte

Rückblick: Rock me Joanneum

Im Rahmen von Rock me, Joanneum, Themenschwerpunkt des Jahres 2009 im Universalmuseum Joanneum, gingen das Büro der Erinnerungen“ und crew8020_music einem ganz speziellen kulturellen Phänomen auf den Grund: der Rock- und Popkultur in der Steiermark seit den 1950er-Jahren.

Welche innovativen und relevanten Musikprojekte gab es in der Steiermark nach dem Zweiten Weltkrieg und wie standen sie in Beziehung zu nationalen und internationalen Entwicklungen? Welche Szenen haben sich ausgebildet, wo fand sich der Underground, wie waren die Rahmenbedingungen? Welche politischen und sozialen Umgebungen/Bewegungen waren der Nährboden für eigenständige Musikprojekte? Gab und gibt es so etwas wie ein Zentrum-Peripherie-Gefälle oder verweigert sich die Musikproduktion diesen Vorstellungen? Lassen sich Entwicklungslinien zeichnen, personelle Kontinuitäten, gegenseitige Beeinflussungen?

Gesucht werden für das digitale Archiv : Fotos aus Privatbesitz, Flyer, Plakate zur steirischen Musikszene, bislang unveröffentlichte bzw. rare Soundaufnahmen in jeglichen Formaten und auf allen Speichermedien. Nähere Informationen finden Sie auf der Projekthomepage unter:

www.rockarchiv-steiermark.at

(Bildquelle der Fotos)

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Frohe Ostertage mit Wiener Werkstätten

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Fröhliche Feiertage wünschen wir auch in diesem Jahr allen Angehörigen und Freunden der Kurtz-Familie rund um die Welt !

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Die Oster-Motive unter den Künstlerkarten im späten Jugendstil der „Wiener Werkstätten“ zählen zu den gesuchten Exemplaren. Drei- bis vierstellige Beträge werden heute dafür von Liebhabern bewilligt. Hier Beispiele von Mela Köhler und Arnold Nechansky, das bekränzte Osterlämmchen oben stammt von Josef Diveky (WW 141).

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„6 aus 49“ rocken die Zeche Carl in Altenessen

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Am 30. März 2019 kehrte die Rockband „6 aus 49“ zurück zu ihren Wurzeln im Ruhrgebiet und spielte eines ihrer raren Konzerte in der Zeche Carl in Essen-Altenessen, gefolgt von ihren Musikerkollegen der Band „Die Regierung„.

1980 in Essen-Altenessen von Michael „Andy“ Burzan (Enkel von Dr. August Kurtz – Farfisa, keyboards, violin), Jürgen Belgrano (vocals, guitar) und Peter Aleweld (vocals, guitar, bass) gegründet, seit Jahren an den drums begleitet von Moritz Thies, präsentieren sie ein breites musikalisches Spektrum von Erik Satie über Klassiker der Rock-Geschichte zu eigenen Stücken. Immer mit dabei: ihr Hit „Graf Berghe von Trips“, die heimliche Hymne der Formel 1 über den legendären Rennfahrer, der 1961 in seinem Ferrari 156 in Monza tödlich verunglückte.

Diesmal überraschten Rosario Avanzato als Tänzer und „Andy“ an der elektrischen Geige wie John Cale bei „Velvet Underground“ das Publikum.

Limited Edition :
6 AUS 49 AUF VINYL

Die EP „6 aus 49 – HUNGRY“ in limitierter Kleinauflage von 333 Exemplaren ist zu beziehen über den Rock-Store in Essen-Steele, Grendplatz 7,  45 276 Essen

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Interview / Story 6aus49

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Neues Geld für Deutschösterreich

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Frauen der Kaiserzeit dienten der Ersten Republik

Ein Jahrhundert ist vergangen, seit die junge Republik Deutschösterreich nach dem Ersten Weltkrieg neue Banknoten in Umlauf brachte. Man wollte sich vor unerwünschten Auswirkungen der durch Kriegsfolgen unkontrollierbar gewordenen Altbestände an Papiergeld schützen. Ganz neu waren die Geldscheine allerdings nicht – lediglich die bereits vorhandenen Noten aus der Kaiserzeit wurden mit „DEUTSCHÖSTERREICH“ in einem verzierten Rahmen überdruckt. Seit den frühen 1900er-Jahren trugen sie meist Frauenporträts aus verschiedenen Regionen der Doppelmonarchie mit Rahmenzeichnungen im „Wiener Jugenstil“.

(Abbildungen aus Wikipedia)

Das „Grazer Tagblatt“ kündigte am 7. März 1919 die deutschösterreichische Währung an: „So wie in den anderen Nachfolgestaaten der habsburgischen Monarchie waren unkontrollierte Mengen altösterreichischer Banknoten und Briefmarken im Umlauf. Um die finanztechnische Kontrolle zurückzugewinnen, wurde eine bestimmte Menge an Banknoten von der ehemaligen österreichisch-ungarischen Bank, der heutigen Nationalbank, abgestempelt und mit einer Übergangszeit zur einzig gültigen Währung erklärt. Darnach werden in Deutschösterreich im Umlaufe befindliche Noten der Österr. – Ungar. Bank mit Ausnahme der Ein- und Zweikronennoten durch einen amtlichen Aufdruck in der Weise gekennzeichnet, daß jede Note mit der deutschen Textseite einen roten Aufdruck in Form einer aus runden Guilloche-Rosetten gebildeten Vignette erhält, in deren Längsrichtung in roter Schrift das Wort ‚Deutschösterreich‘ angebracht ist […] Als Frist für die Kennzeichnung der Banknoten wird die Zeit zwischen 12 und 24. März festgesetzt. Innerhalb dieser Frist sind von den Besitzern die noch nicht gekennzeichneten Noten zum Umtausch gegen gestempelte Noten einzureichen.“

Mag. Günter Ehweiner berichtet über die Währungstrennung, das Geld- und Bankwesen in der ersten Republik: „Auch Österreich blieb es nicht erspart, aus naheliegenden Gründen, früher oder später den Zahlungsverkehr zu beschränken, da man befürchtete, eine Flut von ungestempelt gebliebenen Noten aus dem Ausland könnte Österreich in eine Inflation führen. So versah die Notenbank die neu ausgegebenen Noten ab dem 27. Februar 1919 mit dem Aufdruck Deutschösterreich. Bis 29. März des selben Jahres war auch die parallel laufende Eintauschaktion gegen die ungestempelten Kronen-Noten so gut wie abgeschlossen. (Das Volumen der Eintauschaktion bewegte sich in Größenordnungen um 5 Milliarden Kronen.) Nun kam es allerdings auch zu Thesaurierungen (Hortungsbeständen) von ungestempelten Noten aus spekulativen Gründen; die ungestempelte Krone notierte nämlich z.B. in Zürich höher, als die gestempelte. Nun begann eine große Menge an Spekulanten die eher schlichten Aufdrucke zu fälschen und bald brach eine Massenpanik aus, da niemand mehr mit Sicherheit sagen konnte, welche Noten echt, und welche gefälscht waren. So wurde es notwendig neue Noten, mit dem Aufdruck ‚Echt – Österreichisch – Ungarische Bank‘ herzustellen. Später wurden überhaupt neue Noten zu 1.000 und 10.000 Kronen ausgegeben.“

Banknoten und Briefmarken erhielten einen Aufdruck „Deutschösterreich“. Dieser Geldbrief vom Oktober 1919 enthielt 110 Geldscheine zu gesamt 15.000 Kronen, als Frankatur drei Werte mit Aufdruck, die 80 Heller ohne (Fischer).

Bis heute sind die meisten Sorten der interessanten und attraktiven Geldscheine jener Zeit für geringe Beträge zu haben. Auch in der Kurtz-Familie fanden sich etliche Banknoten aus diesen Kinderjahren der Republik, teils in schlechter Erhaltung, die wohl leider keinen größeren Sammlerwert haben… Wer Geduld hat, die vielen Details und Varianten der Aufdrucke beachtet, kann vielleicht dennoch seltene Stücke entdecken.

Übersicht über das Sammelgebiet

Weitere Informationen :
Kronen-Abstempelungen in den Nachfolgestaaten der österreichisch-ungarischen Monarchie