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frieden-mus-1900-posterIn den Nennungen von Werken aus der Hand von Arthur Kurtz findet man einen knappen Hinweis „Weltfriedenszyklus, 14 Bilder, Luzern“. Der Verbleib dieser Reihe ist uns nicht bekannt – wer kann Hinweise dazu geben?

Es handelt sich nach Literaturangaben um eine Arbeit für das Internationale Kriegs- und Friedensmuseum, das 1902 in Luzern entstand.

Wie das Stadtportal http://www.stadtluzern.ch berichtet, begann das Projekt des weltweit ersten Friedensmuseum mit einem provisorischen, ab 1910 in einem eigens errichteten Gebäude, „… inspiriert und lanciert vom polnischen Industriellen und Pazifisten Jan Bloch, der auf pädagogische Wirkung setzte. Die international ausgerichtete Touristenstadt war ein idealer Standort, zumal sich damalige pazifistische Anliegen mit Vorstellungen der schweizerischen Neutralität deckten. 1919 schloss das Museum seine Tore wieder, doch fand es weltweit Nachfolger.“
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Ein Ölgemälde „Festhalle am Bahnhofplatz“ des Luzerner Malers Karl Kaspar Elmiger (1879-1938) zeigt nach einem Angebot unter www.marken-meyer.ch „… die aus Holz erbaute Festhalle, welche zum Anlass des Eidgenössischen Schützenfestes im Jahre 1901 erstellt wurde. In der Folge wurde darin das ‚Kriegs- und Friedensmuseum‘ eingerichtet (später für einige Jahre im heutigen Felsberg-Schulhaus untergebracht). Danach wurden in dieser Festhalle verschiedene Ausstellungen und Feste durchgeführt. Nach dem Abriss entstand in den 30er-Jahren an ihrer Stelle das ‚Kunst- und Kongresshaus‘.“

Alfred H. Fried berichtete in „Die Friedens-Warte“ vom 30. Juni 1902 über die Eröffnung des Museums, an der zahlreiche prominente Pazifisten jener Zeit teilnahmen, darunter auch Bertha von Suttner und der Träger des ersten Friedens-Nobelpreises von 1901, Frédéric Passy.

http://www.jstor.org/discover/10.2307/23793211?uid=3737864&uid=2&uid=4&sid=21104932888207 frieden-mus-AK-02-xc1

Es gibt einen Führer durch das Internationale Kriegs- und Friedensmuseum in Luzern, herausgegeben 1902 mit 305 Seiten im Format 205x140mm, sowie einen Katalog von 1906 mit 88 Seiten. Sollte sich darin nicht eine Spur der Bilderserie von Arthur Kurtz entdecken lassen?

Zum 100. Jahrestag des nicht weitergeführten Museums fand 2002 eine Ausstellung in Luzern statt, die an das Projekt erinnerte. Die Broschüre bietet viele interessante Informationen und einige Fotos; leider ohne konkrete Spuren zu Arthur Kurtz. Es heißt darin: „Nach der Schliessung des Kriegs- und Friedensmuseums wurde dessen Sammlung liquidiert.“
Wo sind die Bilder geblieben ?

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ttp://www.lips-org.ch/pdf/Broschuere_KriegFrieden.pdf

Buchhinweis:
Walter Troxler, Daniela Walker, Markus Furrer (Hg.):
Jan Bloch und das Internationale Kriegs- und Friedensmuseum
in Luzern. LIT Verlag, 2010

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