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Im Juli 1916 starb der bedeutende österreichische Maler August Maria Kurtz an einer schweren Rippenfellentzündung im Stift Admont, wo er seit November 1900 tätig war – „gottergeben und wohl vorbereitet durch den Empfang der Sterbesakramente“, wie seine Biografie vermerkt: „… inmitten des Ersten Weltkrieges, knapp vor der Vollendung seines 60. Lebensjahres kam der Tod zu ihm und nahm dem nimmermüden Maler für immer den Pinsel aus seiner Künstlerhand“.

Der einfache Grabhügel auf dem Admonter Friedhof „… deckt die irdischen Überreste eines der größten steirischen Maler der neuen Zeit, der unverheiratet blieb, um ganz seiner Malkunst zu leben“ (Dr. Adalbert Krause). Diese Biografie nennt als Todestag laut schwarzer Grabplatte für August M. Kurtz („Gewidmet von seinen tieftrauernden Geschwistern“) den 5. Juli 1916. Der jüngere Grabstein in hellem Marmor mit dem ergänzten Künstlernamen seines Geburtsortes, Augustin Maria Kurtz-Gallenstein, datiert sein Ableben auf den 3. Juli 1916, gewidmet
„Dem Romantiker des Pinsels von seinen Verwandten und der Abtei Admont“.

Dr. Alfred Seebacher, Nachkomme von Augustins Schwester Adele (1865-1939) hat zum 100. Todestag das Grab besucht und uns einige Fotos zu Verfügung gestellt. Dazu ein stimmungsvoller Nachruf aus der Wiener „Reichspost“ vom 21. Juli 1916:

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Das Gemälde der „Weißen Dame“ auf dem Friedhof soll laut Überlieferung die Person darstellen, zu der Augustin eine unglückliche Liebe empfand, worauf er sich vom weltlichen Leben ins Stift Admont zurückzog…

„Friedhofsvision“, monografiert „K-G 1889“, Öl auf Holz, 54 x 64 cm
(Krause WVZ Nr. 82).

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