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Vor rund 120 Jahren, am 9. November 1894, lief das Linienschiff „Petropawlowsk“ der russischen Marine vom Stapel. Keine zehn Jahre später, am 13. April 1904 ging es im Russisch-Japanischen Krieg vor Port Arthur als Flaggschiff in einer gigantischen Explosion unter: Es lief auf eine Mine, die zuerst die Torpedos im Bugraum des Schiffes und danach sämtliche Kessel und Munitionskammern zur Explosion brachte. Das Schiff sank innerhalb von zwei Minuten; mit ihm Admiral Makarow, der Kommandant und namhafte Polarforscher Wassiljew, der bekannte Schlachtenmaler Wassili Wassiljewitsch Wereschtschagin (1842-1904) und der Großteil der 662 Mann Besatzung (Wikipedia). Unter den wenigen Überlebenden befand sich der Großfürst und spätere Exil-Kaiser Cyril (Kyrill W. Romanow).

DSC_1354-c1Arthur Kurtz malte diese Szene in eindrucksvoll expressiver Pinselführung. Die Ausführung macht deutlich, wie sehr ihn dieses historische Ereignis erschüttert haben muss. Wohl weniger wegen des Namens „Port Arthur“ (heute Teil der chinesischen Hafenstadt Dalian), aber vor allem wegen des dramatischen Todes von Wereschtschagin, dessen letztes Bild aus den Fluten gerettet wurde. Es ist durchaus möglich, dass Kurtz ihn bei Aufenthalten in München oder Wien persönlich kennengelernt hat. Kleine Porträts von ihm und von Admiral Makarow hat Arthur Kurtz in den Wogen eingefügt.

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Ausschnitte aus
Arthur Kurtz: „Der Untergang des russischen Admiralschiffes ‚Petropawlowsk‘ vor Port Arthur“, Öl auf Karton, signiert 13/4 (April) 1904.
(Fotos c: Michael Burzan & PhilaTec)

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http://de.wikipedia.org/wiki/Petropawlowsk_(Schiff,_1894)DSC_1343-xc1

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